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durch die Geschichte der Stadt Weener
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| 4000 - 1700 v.Chr. | |||||
| 950 | 1230 | 1492 | 1508 | 1528 | 1595 |
| 1622 | 1637 | 1660 | 1729 | 1744 | 1757 |
| 1815 | 1838 | 1876 | 1879 | 1883 | 1885 |
| 1906 | 1913 | 1914 | 1918 | 1919 | 1929 |
| 1932 | 1933 | 1938 | 1945 | 1951 | 1957 |
| 1963 | 1970 | 1972 | 1973 | 1975 | 1976 |
| 1985 | 1991 | 1993 | 1996 | 1998 | 1999 |
| 2000 | 2001 | ||||
| Jahr | Ereignis |
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4000 - 1700 v. Chr. |
Zahlreiche Funde bezeugen, dass der Geestrücken von Weener zu dieser Zeit schon von Menschen besiedelt gewesen sein muss. |
| In den Heberegistern des Benediktinerklosters Verden an der Ruhr taucht zum ersten Mal der Name Weener ("Wenre") auf. Ein gewisser Reginald vermacht seine Ländereien in Weener dem Kloster. | |
| Die St. Georgskirche wird erbaut. Zuvor feierten die Weeneraner ihre Gottesdienste in einer Holzkapelle, ungefähr dort, wo sich heute der Glockenturm befindet. | |
| Hinrich Schwarzenberg, Bischof von Münster, fällt ins Rheiderland ein, um alte Ansprüche geltend zu machen. Weener wird bis auf das letzte Haus niedergebrannt. Drei Jahre darauf wiederholen sich die Verwüstungen. | |
| Graf Edzard der Grosse gestattet die Einrichtung des Marktes in Weener, der am Batholomäustag stattfinden soll. Gräfin Anna verleiht der reformierten Kirchengemeinde nach 1570 die "Waage" nebst Waagegerechtigkeit. | |
| Die Reformation setzt sich auch in Weener durch. Der Drost Eggerik Beninga setzt als Patron der Kirche zu Weener den evanglisch gesinnten Johannes Schulten als Pastor der St. Georgskirche ein. | |
| Weener in grosser Bedrängnis: heranrückende Spanier bedrohen den Flecken. Burgherr Cirtko Krumminga bittet den Drosten von Leerort um Waffenhilfe. | |
| "Gott helfe denen, wo Mansfeld hinkommt ...": Der Graf von Mansfeld rückt mit seinem gefürchteten Söldnerheer in Ostfriesland ein. Armut, Hunger und Tod kehren auch in Weener ein. | |
| In der Endphase des 30jährigen Krieges wird Weener immer wieder von fremden Kriegsvolk drangsaliert. Erst lassen die Hessen das Land ausbluten, dann plünderten kaiserliche Truppen den Flecken. | |
| Auf den Meentelanden kommt es zum blutigen Kampf zwischen den Warfsleuten und Landeigentümern. Die Warfsleute, die von einem gewissen Hinrich Nachtigall angeführt werden, lehnen es ab, weiter "Hür to betahlen" für die Nutzung der Weideflächen. Der Aufstand wird niedergeschlagen, Nachtigall hingerichtet. | |
| Tumulte auf dem Johannimarkt, Unruhe unter den Bürgern. Dänische Miliz nistet sich in Weener ein und sorgt für Unfrieden. Die Bevölkerung leidet erneut unter Drangsal, die sogar noch schlimmer gewesen sein soll als Hundert Jahre zuvor unter den Mansfeldern. Im Rausch zetteln die Dänen eine Schlägerei auf dem Markt an. | |
| Ostfriesland erlebt unter preussischer Regierung einen Konjunkturaufschwung, von dem auch Weener profitiert. Durch Handeln mit Getreide, Butter, Käse und vor allem Pferden wächst der Reichtum in dem Flecken. | |
| Weener wird Schauplatz des Siebenjährigen Krieges, als der französische General Douvet den Ort besetzt. Die Invasoren verhalten sich diszipliniert. Die zweite französische Invasion in 1761 verläuft dagegen weit schlimmer: das Conflanser - Freikorps entpuppt sich als marodierender Haufen. Der Glockenturm wird zum Gefägnis umfunktioniert. | |
| Ein begeisterter Empfang wird dem ostfriesischen Landwehrregiment in Weener bereitet. Das Freiwilligen-Heer kehrt von der Schlacht bei Waterloo zurück, bei der die letzten Truppen Napoleons vernichtend geschlagen wurden. | |
| Mit viel "Bromborium" wird der König von Hannover in Weener empfangen. Der ganze Ort ist auf den Beinen, um Seine Majestät zu bejubeln. Angesehene Bürger begleiten den König als berittene Ehrengarde durch Weener. | |
| Weener wird am 26. November an das ostfriesische Eisenbahnnetz angeschlossen. Zum ersten Mal können die Bürger von ihrem Ort aus mit dem Zug reisen. | |
| Hermann A. Hesse beginnt mit dem Aufbau seiner Baumschulen, die ihm später Weltruhm bescheren sollen. | |
| Das Krankenhaus "Rheiderland" öffnet seine Pforten. Mit nur sechs Betten ausgestattet, waren die Anfänge bescheiden. | |
| Am 4. April tritt der erste Weeneraner Kreistag in der "Waage" zusammen. | |
| In Weener wird das erste Elektrizitätswerk in Betrieb genommen. Einige Grundstückseigentümer wehren sich gegen das Aufstellen der Strommasten auf ihrem Grund und Boden. | |
| Schweres Unglück auf der Friesenbrücke. In der Nacht vom 25. auf den 26. Juli hängt ein Passagierzug über einem gähnendem Abgrund. Wegen eines passierenden Schleppzuges hatte der Brückenwärter die Brücke nicht rechtzeitig schliessen können. Nur um Haaresbreite entgingen die Reisenden dem Sturz in die Ems. | |
| Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges erfolgt in Weener die Mobilmachung. Nahrungsmittel werden rationiert. Die meisten Einwohner begnügen sich mit Steckrüben. Als Fleischbeigabe werden Krähen empfohlen. | |
| Die Novemberrevolution vollzieht sich in ruhigen Bahnen. Auf dem Rathaus weht die rote Fahne. | |
| Der Heimatverein Reiderland wird in Weener gegründet. | |
| Weener erhält die Stadtrechte. | |
| Der Kreis Weener wird aufgelöst. | |
| Die Machtübernahme der NSDAP vollzieht sich auch in Weener. Beamte der Stadtverwaltung werden kurz darauf zum Parteibeitritt genötigt, der damalige Bürgermeister Werner in den Ruhestand versetzt. | |
| Die menschenverachtende Politik des Dritten Reiches erlebt mit der Progromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 einen ersten,erschütternden Höhepunkt: Auch die Synagoge an der Hindenburgstrasse steht in Flammen. In Folge des Pogroms verlassen viele Weeneraner Juden die Stadt, am 7. April 1942 gibt es hier keine jüdischen Mitbürger mehr. | |
| Kanadische Panzer wälzen auf der Graf-Edzard- und Graf-Ulrich-Strasse heran. Weener wird kampflos besetzt. Zuvor versuchen Volkssturmsoldaten den Anmarsch durch die Sprengung der Friesenbrücke und anderer strategisch wichtiger Verkehrspunkte aufzuhalten. | |
| Weener feiert sein tausendjähriges Bestehen. Im Mai wird die wiedererrichtete Friesenbrücke freigegeben. Am 18. Mai um Punkt 12 Uhr rollt nach Jahren wieder der erste Zug ins Rheiderland. | |
| Weener wird Bundeswehrstandort: auf dem Gelände der ehemaligen Klatte - Metallwaren - Fabrik wird eine Werkstatt für Fernmeldematerial eingerichtet, das Fernmeldedepot entsteht. | |
| Das Wasserwerk an der Graf-Ulrich-Strasse wird in Betrieb genommen. Die Zeit der "Regenbacken" ist damit vorbei. | |
| Das Marinedepot an der Rostocker Strasse nimmt seine Arbeit auf. Beide Depots bilden die grössten Arbeitgeber der Region. | |
| Die neue Badeanstalt wird am 1. Juli eingeweiht. | |
| Am 1. Januar tritt die Niedersächsische Gebiets- und Verwaltungsreform in Kraft. Die ehemals selbstständigen Gemeinden Beschotenweg, Diele, Holthusen, Kirchborgum, Stapelmoor, St. Georgiwold, Vellage, Weenermoor und die Stadt Weener werden zu der neuen Einheitsgemeinde "Stadt Weener" zusammengeschlossen. | |
| Der erste Spatenstich für den Weeneraner Sportboothafen erfolgt. | |
| Eine grüne Oase nahe den Meentelanden entsteht. Im März wird der Stadtwald angepflanzt. | |
| Die Stadt Weener wird in das niedersächsische Förderprogramm für städtebauliche Sanierung aufgenommen. Bereits 1978 waren in einer bauhistorischen Untersuchung die Akzente für die Altstadtsanierung gesetzt worden. | |
| Mit der Üergabe der neuen Kammerschleuse am 22. Juni 1991 feiert die Neugestaltung des Weeneraner Hafens einen erfolgreichen Abschluss. Zuvor war das Hafenbecken verlängert worden - eine Massnahme, die im Vorfeld heftig diskutiert worden war. Das Resultat Überzeugte aber selbst die letzten Skeptiker. | |
| Weener verliert in diesem Jahr gleich zwei traditionelle Unternehmen: Die Maschinen der Polak-Puddingfabrik stehen still. Das Unternehmen meldet im September 1993 Konkurs an. Wenige Wochen danach ist auch die Hesse Baumschulen GmbH zahlungsunfähig. Der Betrieb läuft zunächst weiter, ein angepeiltes Sanierungskonzept verläuft jedoch im Sande. Das Schicksal der Firma ist besiegelt. | |
| Schwarzer Tag für den Bundeswehrstandort Weener: Offiziell wird am 21. Mai die Schliessung des Gerätehauptdepots zum Jahre 2001 angekündigt. Die Ausbildungswerkstatt mit 135 Lehrlingen landweit grösster Anbieter - bleibt auch künftig erhalten. Im Marinematerialdepot an der Rostocker Strasse wird ebenfalls schrittweise Personal abgebaut. Insgesamt soll Weener rund 330 Arbeitsplätze verlieren - ein herber Verlust. | |
| Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten in der neugotischen Villa in der Norderstrasse öffnet das Organeum seine Pforten. Zur Einweihung des Orgelzentrums reist der Niedersächsische Ministerpräsident und ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder an. | |
| Die Windmüller können mit der Ernte beginnen. Im November wird in Weenermoor der erste Windpark im Bereich der Stadt Weener in Betrieb genommen. Zwölf Konverter drehen sich hier. Weitere zwölf Anlagen werden im Dezember am Geiseweg in Weener in Betrieb genommen - ein, vor allem aus der Sicht der Naturschützer, umstrittener Standort. | |
| Das Unternehmen Weener Plastik investiert insgesamt mehr als 70 Millionen DM (ca. 36 Mio Euro) in die Werkserweiterung. Eine neue Fertigungshalle und ein Hochregallager entstehen. Wieder greift Gerhard Schröder zum Spaten... | |
| Die Papierfabrik Klingele beginnt mit einem intensiven Aufbautraining. Fast 75 Millionen DM (ca. 38 Mio Euro) kostet die Verlängerung der Papiermaschine, die Produktionskapazit wird dadurch ausgebaut. | |
| Der Marina-Park wird feierlich eingeweiht. Die Luxus-Wohnanlage wurde rund um einen erweiterten Teil des Sportboothafens errichtet. | |
| 1050Jahr-Feier der Stadt Weener im August.Das Rohrleitungsbau-Unternehmen Wildeboer beginnt mit dem Bau einer neuen Produktionshalle am Marker Weg. |
Die Informationen stammen aus der Festschrift zur 1050-Jahr-Feier der Stadt Weener
Druckerei und Verlag H. Risius KG, Weener